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Deutsches U-Boot aus dem Ersten Weltkrieg entdeckt

In der Nordsee ist ein weitgehend intaktes U-Boot der kaiserlichen Flotte gefunden worden. Die Überreste von 23 Männern werden im Innern vermutet.

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Nach rund einem Jahrhundert auf dem Grund der Nordsee ist vor der belgischen Küste ein deutsches U-Boot aus dem Ersten Weltkrieg entdeckt worden.

Das Schiff sei weitgehend intakt und verschlossen, sodass die Überreste der für den Typ üblichen Besatzung von 23 Mann noch an Bord vermutet werden, sagte der Gouverneur von Westflandern, Carl Decaluwé, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Das Rätsel um das Schiff und die getöteten Soldaten soll geklärt werden. Gehoben wird es nach Angaben der deutschen Botschaft in Brüssel aber wahrscheinlich nicht.
Ein Taucher fand das Boot im Juni in 25 bis 30 Metern Tiefe in der Nähe von Ostende – wo genau, halten die Behörden geheim.

Der Badeort an der Nordseeküste wurde Anfang des 20. Jahrhunderts zum beliebten Urlaubsziel für das Bürgertum, war aber zwischen 1914 und 1918 auch ein umkämpfter Kriegsschauplatz. Die Flotte des deutschen
Kaisers führte von Flandern aus ihren berüchtigten U-Boot-Krieg unter anderem gegen britische Handelsschiffe.